St. Johannis Kinder- und Jugendhilfe - Neuigkeiten aus unserem Haus

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Neuigkeiten aus unserem Haus

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Bilder von der Baustelle

Mitte Juni zieht ein Teil der St. Johannis Kinder- und Jugendhilfe zurück an den Standort in Walle. Die Bauarbeiten schreiten voran. Viele Räume sind schon gestrichen, der Boden ist verlegt und die Bäder sind gefliest. Für den Umbau der Heilpädagogischen Tagesgruppe hat die Versicherung die Gelder nun frei gegeben. Auch dort beginnen nun die Umbauarbeiten - die Gruppe wird allerdings erst im September in das Gebäude einziehen ...

Baustelle 1 neu
Flur im Verselbständigungsbereich

 

 
Baustelle 2 neu
Gemeinschaftsraum Martinsgruppe
 
Baustelle 3 neu
Beispielzimmer Jugendwohngruppe

 

 
Baustelle 4 neu
Wohnküche Jugendwohngruppe
 
Baustelle 5 neu
Heilpädagogische Tagesgruppe

 

 

Neustart nach Großbrand

Notaufnahme für Mädchen öffnet wieder

Notaufnahme
Neue Räume der Notaufnahme

Die Notaufnahme für Mädchen der St. Johannis Kinder- und Jugendhilfe ist ab dem 1. Oktober wieder geöffnet. Bei dem Großbrand am 1. Mai 2011 wurden große Teile des Gebäudes, in dem die Einrichtung untergebracht war, zerstört. Ab kommendem Samstag finden Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren in einem Nachbargebäude in Walle Zuflucht, wenn sie sich in einer Krise befinden: zum Beispiel, wenn sie Streit mit ihren Eltern haben und eine räumliche Trennung sinnvoll ist oder aber wenn sie von zuhause weggelaufen sind und die Polizei sie aufgreift.
In der neuen Unterkunft stehen in vier Zimmern fünf Plätze für die Mädchen zur Verfügung, Küche, Bad und Wohnzimmer. Eine Aufnahme erfolgt immer über das Jugendamt oder über den Kinder- und Jugendnotdienst. Die Mädchen bleiben manchmal nur wenige Tage, höchstens aber drei Monate. In den vergangenen Jahren war es oft zu einer Überbelegung gekommen. Die Notaufnahme ist Tag und Nacht erreichbar.
Die neue Adresse lautet:
Notaufnahme für Mädchen
der St. Johannis Kinder- und Jugendhilfe
St. Magnus-Str. 6 a
28217 Bremen
Tel.: 0421 / 389 48 19


DVD-Dance Night und Nachtwanderung:

Ferienzeit als Wohlfühlwochen

DVD-Abend
DVD-Abend

Am 24.07. fand im Rahmen der "Wohlfühlwochen", dem Ferienprogramm der St. Johannis Kinder- und Jugendhilfe, die DVD-Dance-Night in Haus Hügel statt. Die Idee dazu hatten zwei Jugendliche aus der Martinsgruppe und der Jugendwohngruppe.
Fast alle Jugendlichen aus den beiden Gruppen und aus dem Verselbstständigungsbereich machten es sich im Wohnzimmer der Martinsgruppe auf den Sofas gemütlich um drei Dance-Movies wie "Step up 3" oder  "Stomp the Yard" zu gucken. Um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen, hatten einige der Jugendlichen zuvor das Wohnzimmer mit Girlanden und Luftschlangen geschmückt und die Möbel umgestellt. Ein Jugendlicher war einkaufen gefahren, damit es während des Film-Marathons auch etwas zu knabbern und zu trinken gab. Bis 1 Uhr guckten sich Jugendliche und Betreuerinnen die Filme an und ließen sich von den Tanzszenen inspirieren. "Das sollten wir mal wieder machen, das hat voll Spaß gemacht!" sagte der 15jährige Mike über die Aktion.
Eine weitere Aktion war die Nachtwanderung zum Schloss Schönebeck. Am 01. August machten sich einige der Jugendlichen der St. Johannis Kinder- und Jugendhilfe und eine Betreuerin auf zur Nachtwanderung. Einer der Jugendlichen hatte sich vorbereitet und erzählte den anderen im Vorfeld etwas zu Fledermäusen, nach denen die Gruppe auf dem Weg in der Dämmerung dann Ausschau hielt. Die Nachtwanderung ging durch den Wald in der Nähe von Schloss Schönebeck. Im Dunkeln vernahm die Gruppe dann, neben Knacken und einigen Tiergeräuschen einen traurigen Gesang und die Klänge eines Akkordeons. Die Jugendlichen gingen der Musik nach und entdeckten hinter Schloss Schönebeck Amalia - eine Vampirdame, die sie dort mit Akkordeon-Musik und Fackeln empfing, mit rotem Saft bewirtete und die Geschichte ihrer unglücklichen Liebe auf Schloss Schönebeck erzählte ...

Autoren: Astrid Schmidtke, Anja Hasler und Friederike Lorenz



Lions Club Bremen Wilhelm Olbers:

700 Euro für St. Johannis Kinder- und Jugendhilfe

Lions Club
Lions Club Bremen Wilhelm Olbers spendet 700 Euro

Gut zwei Wochen nach dem Brand in der St. Johannis Kinder- und Jugendhilfe ist das Engagement der Bremer Bürger ungebrochen. Heute überreichte der Lions Club Bremen Wilhelm Olbers eine Spende in Höhe von 700 Euro. Die amtierende Präsidentin Marita Dewitz und ihr designierter Nachfolger Christoph Rakowski kamen ins Caritas-Zentrum Bremen, um die Spende zu überreichen.
Der Club legt sein Augenmerk vor allem auf Kinder und Jugendliche. Sie zu unterstützen, gehört nach eigenen Angaben zu den Hauptaufgaben. Dabei agiert der Lions Club Bremen Wilhelm Olbers vor allem im Stadtgebiet Hemelingen, Arbergen, etc. Als die Mitglieder von dem Brand in der Waller Einrichtung erfuhren, beschlossen sie jedoch spontan, auch hier zu helfen.
Caritasdirektor Martin Böckmann dankte herzlich für die großzügige Spende: "Von dem Geld kaufen wir Kissen und Decken für die Kinder und Jugendlichen. Allmählich wird das Ausmaß deutlich, was alles unbrauchbar geworden ist."

Benefiz for Kids:

Großer Zuspruch bei Veranstaltung am 14.5.2011

Benefiz for Kids
Benefiz for Kids

Am Anfang war das Wort, beziehungsweise die Worte 'Wir singen für euch!' Gesprochen von einer Frau in St. Marien, die selbst schon einmal von einer Brandkatastrophe betroffen war. Aufgegriffen und verbreitet wurde dieses schon am Abend des 1. Mai von den Gemeindeleitern St. Mariens und Wilhadis, Pfarrer Robert Wagner und Pastor Hartmut Strudthoff und weiteren Helfern in den Gemeinden, in der Kita und der Kinder- und Jugendhilfe. In den Tagen nach der Tragödie wurde die Idee dann in ein handfestes Programm gebracht, und Pfarrer Wagner verschickte die ersten Einladungen. Am Wochenende, 7./8. Mai, wurde der Termin in den Kirchen verkündet und es wurden Flyer von den Ministranten verteilt. Beide Seelsorger waren überwältigt von der großen Bereitschaft der angesprochenen Chöre, Gruppen und Künstler, die spontan zusagten, den von der Brandkatastrophe am 1. Mai Betroffenen zu helfen und diesen kurzfristigen Termin möglich machten. Wie bei diesen Akteuren war es auch bei den vielen anderen Helfern, die den Rahmen für das Benefiz schafften.
Um 16 Uhr am Samstag, 14. Mai, sollte die Veranstaltung 'Benefiz für Kids' beginnen, und zwar am Steffensweg zwischen den Kirchtürmen, wie es auf der Einladung zu diesem wohltätigen Ereignis hieß, zugunsten der Kinder- und Jugendhilfe und des Kindergartens nach dem Großbrand. Bereits einige Zeit vorher begann sich der Kirchplatz der evangelischen Wilhadigemeinde mit Festbesuchern zu füllen. Auf katholischer Seite waren es eher die Autos der Besucher, die den Kirchplatz belegten. Viele Gäste eilten zu den Wilhadi-Gemeinderäumen, um dort ihre selbstgebackenen Kuchen und Torten abzugeben. Später wurde bekannt, dass es um die 80 Backwerke waren, die Mitglieder beider Kirchengemeinden mit viel Liebe für den guten Zweck hergestellt hatten.
Die ehrenamtlichen Helfer am Kaffee- und Kuchenbuffet wurden dann regelrecht überrollt von der großen Nachfrage der Besucher nach den leckeren Torten und einer Tasse Kaffee dazu. Andere Festgäste meldeten sich daraufhin spontan zum Dienst am Kuchenbuffet, kochten Kaffee und halfen beim Abwasch des Geschirrs. Zeitweise wurden am Nachmittag gut sechshundert Besucher gezählt, die sich in und vor Wilhadi und St. Marien aufhielten und für den guten Zweck kaffeesierten. Gleichzeitig liefen auch schon Aktionen für Kinder wie Dosenwerfen, Schminken, Bälle im Netz versenken, Malen mit Fingerfarben und ein Flohmarkt.
Umlagert waren auch die Losverkäufer aus der Wilhadigemeinde, allen voran Pastor Hartmut Strudthoff, der sein letztes Los für einen Euro an die zweijährige Lotta Lovisa verkaufte. Nachdem die Kleine sich in die lange Schlange vor der Gewinnausgabe eingereiht hatte, gewann sie eine Tupperdose, in der sie demnächst ihr Frühstücksbrot mit in den Kindergarten nehmen kann.
Neben vielen privaten Einzelspenden kam auch eine großherzige Spende von einer benachbarten Kirchengemeinde über eintausend Euro, je zur Hälfte für die Kita und die St. Johannis Kinder- und Jugendhilfe. Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter, ebenfalls bei der Benefizveranstaltung anwesend, zeigte sich wie auch Caritasdirektor Martin Böckmann beeindruckt und bewegt von der großen und vielfältigen Hilfsbereitschaft, die auch zwei Wochen nach der Brandkatastrophe anhielt.
Um 18 Uhr, als immer noch große Nachfrage nach Kaffee und Kuchen bestand, begann in der Marienkirche der kulturelle Teil des Benefiz mit dem Auftritt des Kirchenchores St. Marien. Vor der Darbietung der Sängerinnen und Sänger traten Pfarrer Robert Wagner, Kita-Leiterin Anja Terbrüggen und Gabriele Witte von der Caritas ans Mikrofon, um sich bei den Anwesenden für deren Kommen, die große Hilfs- und Spendenbereitschaft und die Anteilnahme, die aus allen Teilen der Bevölkerung zu spüren war, zu bedanken. Pfarrer Robert Wagner brachte diese großartige Leistung noch einmal auf den Punkt: Vor zwei Wochen wußte noch keiner von Ihnen, daß er heute hier sein würde!
Dann mit 15minütiger Verspätung hatte der Kirchenchor St. Marien seinen Auftritt in heimischer Kulisse. Es folgten dann im Halbstundentakt die Darbietungen der weiteren beteiligten Chöre jeweils wechselnd in den beiden Gotteshäusern: 18.45 Uhr ProVokant; 19.15 Uhr West Voices, der Chor der Wilhadigemeinde; 19.45 Uhr der Bremer RathsChor; 20.15 Uhr Schola St. Marien, 20.45 Uhr das Bremer Chorensemble VoxTotal, 21.15 Uhr Die Musikgruppe Join aus St. Josef/St. Nikolaus und um 21.45 Uhr das Duo Tendam/Feldt. Zum guten Schluß zeigten dann Jongleure in Wilhadi ihr Können. Alle Akteure wurden für ihre gelungenen Darbietungen mit viel Applaus vom dankbaren Publikum bedacht.
Zwischen den Auftritten der Chöre konnten die Gäste am Getränkewagen und am Grill, beide von freiwilligen Helfern betrieben, etwas für ihr leibliches Wohl tun. Kathrin Wessels, die für den Nachschub an Bratwürsten sorgte, war überrascht und erfreut: Mit dreihundert Würsten hatten wir gerechnet, doppelt so viele haben wir verkauft. Das wäre dann statistisch in etwa für jeden Besucher eine Wurst gewesen. Pastor Hartmut Strudthoff zeigte sich am Ende des Tages ebenso wie sein Amtsbruder von der anderen Straßenseite zufrieden mit dem Ergebnis des Benefiz: Und das alles mit Bordmitteln! Diese Meinungen teilten auch die zahlreichen Besucher dieser gelungenen Wohltätigkeitsveranstaltung. Erfreulich war auch das finanzielle Ergebnis der Benefizveranstaltung: Schon am Montag darauf war zu hören, daß weit über 5000 Euro für die St. Johannis Kinder- und Jugendhilfe sowie den Kindergarten zusammengekommen waren.
Am Freitag, 20. Mai, hieß es am Rande der Veranstaltung, zieht die Kita St. Marien in Räumlichkeiten der Bonifatiuskirche um. Diese Räume waren kurz zuvor erst umgebaut worden für eine Tagesgruppe der Caritas. Diese Gruppe wird die Räume jetzt erst dann in Betrieb nehmen, wenn das Kita-Gebäude in der St.-Magnus-Straße entweder wiederaufgebaut ist oder, was auch möglich ist, nach einem Abriß völlig neu errichtet worden ist.

Autor: Hermann Sandkühler

 

In guten wie in schlechten Zeiten:

Auf Werder Bremen ist Verlass

Werder Spende
Spende des SV Werder Bremen

Nach dem Brand in der St. Johannis Kinder- und Jugendhilfe kehrt allmählich wieder etwas Ruhe ein. Die große Ausnahme: gestern Abend. Denn da war der Präsident  des SV Werder Bremen Klaus-Dieter Fischer zu Besuch bei den Kindern und Jugendlichen. Im Gepäck hatte er jede Menge Fan-Artikel: Trikots, T-Shirts, Trainingsjacken, Caps, Bücher, CD's, Fußbälle, Rucksäcke und - ein echtes Highlight: Becher mit Unterschriften der Spieler.
Präsident Fischer wurde von drei weiteren Werder-Mitarbeitern begleitet. Er sagte, es sei dem Verein wichtig, dass das soziale Engagement kein bloßes Lippenbekenntnis bleibe. "Es ist für uns selbstverständlich, zu helfen, wo wir können. Das gilt ganz besonders, wenn es einem unserer Partner nicht gut geht", so Fischer. Für die beiden Säuglinge hatte er sogar Lätzchen und große Handtücher mitgebracht. Die Geschenke waren auf den Bedarf der von dem Brand betroffenen Kinder und Jugendlichen abgestimmt.
Und die waren natürlich hellauf begeistert: Jubel und strahlende Gesichter. Für die Kids gab es schließlich vierfach Anlass zur Freude. Erstens: eine gelungene Ablenkung in der schwierigen Zeit. Zweitens: einen persönlicher Besuch und nicht nur ein Postpaket. Drittens: neue Sachen und viertens: das alles von ihrem Lieblingsverein: Werder Bremen. Die Caritas-Erziehungshilfe ist nicht umsonst 100 Prozent Werder Partner.
Ebenfalls Fan und somit einmal mehr beeindruckt von Werder ist Caritasdirektor Martin Böckmann. Er dankte Klaus-Dieter Fischer herzlich für die Unterstützung durch den Verein. "Ich war erstaunt, was die da alles so aufgefahren haben. Der Präsident hatte auch einen Draht zu den Kindern. Ein echter Partner", so Böckmann. Werder Bremen berichtet darüber auch auf der eigenen Homepage.

 

3.000 Euro für St. Johannis

Spende des Vereins Western Kids und der GWA Management GmbH

Western Kids
Verein Western Kids spendet 3.000 Euro

Nach dem Brand in St. Johannis freuen sich die Kinder und Jugendlichen über eine Spende in Höhe von 3.000 Euro. Ansgar K. H. Matuschak, Vorsitzender des Vereins Western-Kids e.V. und geschäftsführender Gesellschafter der GWA Management GmbH überreichte einen Scheck an Caritasdirektor Martin Böckmann. "Sowohl der Verein Western-Kids als auch die GWA Management GmbH möchten mit je 1.500 Euro helfen, wenigstens einige wichtige Anschaffungen zu ermöglichen" erklärt Matuschak.
Die Kinder und Jugendlichen haben bei dem Feuer am 1. Mai nicht nur ihr Dach über dem Kopf verloren, sondern auch all ihre persönliche Gegenstände. Den Betroffenen fällt es schwer, das Erlebte zu verarbeiten. Caritasdirektor Martin Böckmann bedankte sich im Namen der Kinder und Jugendlichen für die großzügige Unterstützung. Er sagte: "Das ist ein Zeichen der Solidarität." Durch die schnelle Hilfe ist es möglich, das Nötigste sofort zu ersetzen.
Außerdem wird das Geld nach Angaben der Leiterin der Caritas-Erziehungshilfe Gabriele Witte dazu verwendet, die jungen Menschen in der jetzigen Situation abzulenken und ihnen ein Stück Normalität zurück zu geben - zum Beispiel durch gemeinsame Aktionen, wie Schwimmbad- und Bowlingbahnbesuche oder Ausflüge. Die Kinder und Jugendlichen sollen auch ihre neue Umgebung in Bremen-Nord erkunden können.

Welle der Hilfsbereitschaft 

Nach dem Brand in St. Johannis

Kleiderspenden
Kleiderspenden

Nach dem Feuer in St. Johannis ist die Brandursache weiter unklar. Die Polizei war im ausgebrannten Haus und hat ermittelt. Ergebnisse sind noch nicht bekannt. Das Dachgeschoss ist völlig zerstört. Im unteren Bereich können einzelne Bereiche möglicherweise wiederhergestellt werden.
Den Kindern und Jugendlichen geht es den Umständen entsprechend. Sie sind in einer Einrichtung in Bremen-Nord untergebracht. Die Mitarbeiter kümmern sich verstärkt um die Betroffenen. Dabei geht es zum Teil um ganz profane Dinge, zum Beispiel wie die Kinder in ihre Schulen kommen.
"Höchst erfreulich ist die hohe Hilfsbereitschaft der Menschen", sagt die stellvertretende Heimleiterin von St. Johannis Lisa Schulte. "Sie lieferten jede Menge Kleidung, Schuhe und Bettwäsche ab. Vieles nutzen die Kinder und Jugendlichen bereits." Sie wurden am Sonntag vom Feuer aus dem Schlaf gerissen und konnten so gut wie nichts aus den Flammen retten.
"Kleidung ist mittlerweile ausreichend vorhanden", so Schulte. "Wer weiter helfen will, kann dies durch Alltagsgegenstände wie zum Beispiel Zeitschriften oder Spielsachen, wie Bälle tun. Geld- und Gutscheinspenden sind ebenfalls sinnvoll. So könnten die Kinder- und Jugendlichen das kaufen, was individuell fehlt. Von der Zahnbürste bis zum Schulbuch."

Caritas-Erziehungshilfe gGmbH
Konto-Nr.: 200 408 00
BLZ: 400 602 65
Darlehnskasse Münster
Stichwort: Brand St. Johannis

Viele großzügige Hilfen sind bereits eingegangen - über Geldbeträge, aber auch über Sachspenden. Ein Lederwarengeschäft in Bremen stellt allen von dem Brand betroffenen Schülern einen neuen Ranzen zur Verfügung. Und das Theater lädt die Kinder und Jugendlichen in eine Vorstellung. Lisa Schulte ist überzeugt: "Diese Abwechslung tut ihnen nach den Erlebnissen gestern besonders gut."
Die Caritas Bremen dankt allen Spendern für ihr Engagement und ihre Großzügigkeit.

Mut und Geschicklichkeit:

Osterferien starten mit Aktion im Seilgarten

Seilgarten Lesum
Seilgarten Lesum

Zu Beginn der Osterferien hat die Jugendwohngruppe eine ganz besondere Aktion durchgeführt: alle 10 Jugendlichen haben mit zwei Betreuerinnen und vier ehrenamtlichen Begleitern einen Tag im Seilgarten Lesum verbracht und dabei viel Spaß miteinander gehabt. Die Aktion begann mit Aufwärm- und Geschicklichkeitsübungen, bevor dann Helme aufgesetzt und das Klettergeschirr angelegt wurde. Mit Unterstützung der jeweils anderen formten dann einige eine Menschenkette über niedrig gespannte Seile. In der dritten Phase wagten sich die Mutigsten ganz hoch hinauf die Baumwipfel, wobei sie wieder von anderen gesichert wurden.
"Es war spannend, die Jugendlichen einmal ganz anders zu erleben" sagt Betreuerin Astrid Schmidtke. Wer im Alltag ein lautes Mundwerk hat, war hier zurückhaltend und ängstlich; wer als still und unauffällig bekannt ist, zeigte hier viel Mut und Hilfsbereitschaft. Als Partner zum Absichern wählten sich die jungen Menschen gern einen der vier Ehrenamtlichen, die sie sie in einem Vortreffen in der Einrichtung kennen gelernt hatten. Das Zusammenspiel funktionierte gut und hat allen Beteiligten Freude gemacht. Die Ehrenamtlichen haben über das Projekt "serve the city" (www.servethecity.de) Kontakt zu uns aufgenommen, das auch die Kosten für diesen Tag getragen hat.
Müde, aber stolz und zufrieden kamen alle am Abend zurück.

Neuigkeiten aus unserem Haus

Action - Teamwork

Gemeinsam überlegen, wie eine schwierige Aufgabe gelöst werden kann, sich mit anderen absprechen und einigen, das konnten fünf Mädchen und zwei Jungen aus der St. Johannis Kinder und Jugendhilfe am vergangenen Sonntag auf spielerische Weise lernen und einüben.
Der angehende Erzieher Fabian Genz, der einige der jungen Bewohner aus einem Praktikum bei uns schon kannte, hat mit drei Kommilitonen einen erlebnispädagogischen Nachmittag gestaltet. Mit einfachen Mitteln wie Getränkekisten, Springseilen und Wäscheklammern wurden aufregende Spiele und Übungen wie "Säurefluss", "Sandsturm" oder "Spinnennetz" durchgeführt. Anfangs waren die Kinder und Jugendlichen etwas skeptisch und zurückhaltend. Da mussten schon mal die beiden Mitarbeiter/innen Michael Mann und Gisela Vogel ermutigen, erklären oder selber etwas vormachen. Dann wurden die jungen Leute immer mutiger, zeigten mehr Vertrauen gegenüber den anderen und konnten zunehmend auch Körperkontakt und Nähe zulassen.
Alle hatten viel Spaß an diesem Nachmittag und waren stolz auf ihre Erfolge, wozu die nette Aufbereitung und Anleitung von Fabian, Björn, Phil und Martin ein Übriges tat.

Ein neues Fahrrad für Sebastian

Spende der Vinzenz Konferenz Bremen

Sebastian ist 16 Jahre alt und im letzten Jahr so viel gewachsen, dass er sein altes Kinderfahrrad nicht mehr benutzen kann. Die Wege zur Schule, zum Sportverein, zu Besuchen bei seiner Mutter sind umständlich geworden für den jungen Mann, der sportlich ist und gern Fahrrad fährt. Hier ist die Vinzenz Konferenz Bremen eingesprungen. Die Vinzenz Konferenz richtet ihr Engagement besonders auf den männlichen Teil der Gesellschaft und hilft, wo sie Bedarfe sieht. Ihr Vorsitzender Herr Kalle und zwei weitere Mitglieder sind mit Sebastian in den nahe gelegenen Fahrradladen gegangen, haben die angebotenen Fahrräder begutachtet, gemeinsam "gefachsimpelt" und sich auf ein stabiles schwarzes Rad geeinigt. Ein solides Schloss wurde auch noch gekauft, damit das Fahrrad immer sicher angeschlossen werden kann. Sebastians Freude ist groß. Herr Kalle sagt: "Der gemeinsame Einkauf hat richtig Spaß gemacht!" Die Spende wurde auf insgesamt 850 &euro aufgestockt, so dass sie auch anderen Bewohnern der Einrichtung zugute kommt.

 

Seminar für Mitarbeiterinnen

Wie reagieren wir, wenn Kinder und Jugendlich aggressiv sind

13 Mitarbeiterinnen aus der Caritas-Erziehungshilfe nehmen an einem In-house-Seminar zu dem Theme De-Eskalation teil. Es sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der heilpädagogischen Tagesgruppe, der Notaufnahme für Mädchen und des Krisendienstes. Sie sind in ihrem beruflichen Alltag immer wieder mit aggressivem Verhalten von den betreuten Kindern und Jugendlichen oder Erwachsenen konfrontiert.

An insgesamt vier Vormittagen im Januar und Februar werden sie von Klaus Wille, einem erfahrenen Mitarbeiter des Integrativen Bildungszentrum des Klinikum Bremen Ost, darin geschult, wie sie in ihrem beruflichen Alltag angemessen mit aggressivem Verhalten umgehen können. Es geht um Diagnostik von aggressivem Verhalten und angemessene Intervention, um beeinflussende Faktoren und die eigene Haltung, um ausgewählte Techniken zur Befreiung aus übergriffigen Situationen und um das Ziel einer win-win-Situation.

Gisela Zaugg aus der Notaufnahme sagt nach den ersten beiden Vormittagen: "Ich hatte nicht erwartet, dass dies Thema so viel Spaß machen würde und dass es so leicht ist, sich aus einer Bedrohung zu befreien, ohne dabei den Angreifer zu verletzten!"